THOUGHTS – TOMORROW IS ANOTHER DAY

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„A couple hundred years ago Benjamin Franklin 
shared with the world the secret of his success. 
Never leave that ‚til tomorrow, which you can do today. 
This is the man who discovered electricity; 
you’d think we’d pay more attention to what he had to say.“
-Dr. Meredith Grey- 
 
Dieses Zitat ist für mich eines der ersten aus Greys Anatomy die so richtig gewaltig hängengeblieben sind. Nicht umsonst hat es, seit ich auf Facebook aktiv bin, seinen Platz auf meiner About-Page. Ich bin ein Procrastinator, schon immer gewesen und es hat lange gedauert bis Franklins Rat sich wirklich in mir verwurzelt hat. Und jetzt? Jetzt denke ich immer wieder darüber nach ob er tatsächlich noch zeitgemäß ist. Heute ist sowieso alles so schnell und stressig und jeder versucht noch eben irgendwo ein Projekt dazwischen zu schieben, ein Meeting oder auch nur einen Kaffee mit Freunden. Abends mal zusammen kochen oder ein paar Folgen der Lieblingsserie mit der besten Freundin gucken ist immer mehr etwas das auf lange Sicht geplant werden muss. Eine meiner liebsten Bloggerinnen, Lina Mallon hat das schon letztes Jahr in ihrer Kolumne „The glorification of being busy“ festgehalten.
„Side Hustle“ ist so ein Stichwort was in letzter Zeit überall auftaucht – neben dem eigentlichen Job noch etwas anderes machen, wahlweise um mehr Geld zu verdienen oder ein noch ausgefüllteres Leben zu haben. Aber die Frage ist doch: Ist mehr immer mehr? Und muss alles immer Heute fertig werden? Ich muss mich jedenfalls immer wieder dazu zwingen auch mal ein paar Punkte auf meiner To-Do-List nicht abzuhaken, nicht alles noch in die eine Stunde vor dem Schlafen gehen zu packen. Der Boden ist auch morgen noch schmutzig, während der Artikel heute fertig werden muss – klar was Priorität hat, oder? Und beides irgendwie fertig machen ist eben auch nichts Halbes und nichts Ganzes.
Seit einiger Zeit führe ich ein Bullet Journal und seit ich nicht mehr alles im Kopf haben muss bin ich wesentlich entspannter geworden. Ich weiß ganz wörtlich gesehen: die Aufgabe ist später immer noch da. Bis ich sie durchstreiche oder abhake wartet sie auf mich und wird nicht vergessen. Wenn man sich so durch mein Journal blättert, werden die To-Do-Listen auch immer kürzer. Prioritäten setzen lautet hier das Stichwort, denn zu lange Listen frustrieren nur.
Bullet Journal
Das mit den Prioritäten ist auch wesentlich leichter wenn man sich Schwarz auf Weiß vor Augen führen kann welche Tasks wichtig sind und welche ständig wieder aufgeschrieben und dann wieder gestrichen werden.
Und, ebenfalls nicht unwichtig: was tue ich für mich selbst und was nur weil andere es von mir erwarten? Klar, da gibt es Dinge die man nicht streichen, ja manchmal sogar nicht mal auf Morgen verschieben kann. Aber umso wichtiger ist es doch, eben genau diese sorgfältig heraus zu filtern.
Ist das wirklich ein Muss? Oder doch eher ein „Sonst habe ich ein schlechtes Gewissen“?
Dieses Schlechtes-Gewissen-Ding ist im Grunde der allerschlimmste Zeit- und Nervenfresser, denn wenn du etwas nur machst damit du dich hinterher nicht schlecht fühlst, dann ziehst du da für dich selbst mal gar keinen Nutzen heraus… außer angefressene Nerven und verschwendete Zeit.
Besser: Vorher überlegen ob man gerne hilft (denn das macht glücklich und jeden Aufwand wett) oder ob mans „halt macht“ damit hinterher keiner sauer ist. Dann besser bleiben lassen und die Zeit sinnvoll nutzen.
Prioritäten machen glücklich, ich schwörs! Und me-time, ganz ohne „busy-busy“ und „between appointments“ noch viel mehr.
Ich habe eine Freundin die relativ regelmäßig Verabredungen absagt, einfach weil es ihr zu viel ist oder sie sich nicht danach fühlt. Klar, die ersten paar Male habe ich ziemlich gestutzt, ja mich sogar beleidigt gefühlt und gedacht ich bin ihr nicht wichtig. Aber inzwischen bewundere ich sie dafür, denn würde sie diese Verabredungen trotzdem wahrnehmen, könnte sie (und damit auch ihr Gegenüber) sie nicht zu 100% genießen. Es geht eben nicht nur um´s Zeit nehmen sondern auch darum diese Zeit ohne Ablenkung nutzen zu können.
Und da wären wir wieder bei den Prioritäten. Wenn alles was man im Leben tut für den Moment absolute Priorität hat, dann passt vielleicht nicht mehr so viel in einen Tag, dann muss man eventuell einiges auf Morgen verschieben oder auf nächste Woche. Und daraus wird dann vielleicht in manchen Fällen auch ein „Nie“, okay. (Aber dann war´s auch nicht so wichtig.)
Aber das was dann noch bleibt, das macht glücklich und zufrieden, spätestens wenn man es auf der To-Do-Liste abhakt!

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2 thoughts on “THOUGHTS – TOMORROW IS ANOTHER DAY

  1. Schöner Blog. 🙂 Der Artikel ist auch echt gut. Prioritäten weise zu setzen ist soo schwer, aber so gut, ja. Ich lerne es langsam – auch mit der Perspektive, dass es ein „nacheinander“ gibt, also dass das Leben nicht immer sofort alles beinhalten muss, was man sich wünscht. 🙂 Ich hab auf meinem Blog auch ein paar Posts zu dem Thema, falls du mal vorbeischauen magst. lg!

    • Da schau ich sehr gern mal vorbei!
      Ja das ist wirklich ein Lernprozess… Qualität über Quantität geht leider immer öfter verloren. Umso schöner finde ich es wenn ich Menschen treffe die sich gerade das zur Aufgabe machen!

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