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THOUGHTS – ON HATE AND FEAR

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Heute morgen, nachdem ich die Ereignisse des vergangenen Abends wenigstens ein klein wenig verdaut hatte, tweete ich folgendes:

Denn der Aufschrei von Hass und Verteufelung der nur Minuten nach dem Geschehen durchs Internet ging, machte mir fast genauso viel Angst wie die Attacke selbst. Die Wahllosigkeit mit der gegen Andersgläubige, gegen Flüchtlinge, gegen Menschen gewettert wurde ließ mich zweifeln an den Grundpfeilern der Menschlichkeit auf die wir doch sonst so stolz sind. Und die Tatsache dass die Sozialen Medien voll waren von Menschen die das Gefühl hatten sich für ihren Glauben entschuldigen zu müssen machte mich unfassbar traurig.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Ein Twitternutzer dessen Profil voll war von Hass, Verschwörungstheorien und aluhutbewehrten Tiraden, antwortete mir dass sei leider der einzige Weg die Politiker zu einer Reaktion zu bewegen. „Sonst wären die Grenzen immer noch offen!“ Ich habe Lina Mallon zitiert und ihn dann geblockt, denn so etwas möchte ich nicht in meinen Kopf lassen, keine Zeit daran verschwenden, mich auf keine Diskussion einlassen.

Aber wenn die dadurch geschaffene Angst, die Dummheit an die Hand nimmt, nährt sich damit das eigentliche Monster, das die schlimmste Bedrohung unserer Welt ist. – Lina Mallon

Angst ist natürlich, nach so einer Attacke. Das Gefühl von Machtlosigkeit und ausgeliefert sein, das teilen wir alle. Wir BRAUCHEN die Angst um zu überleben. Aber sie ist und bleibt kein guter Ratgeber für ein ganzes Leben. Stehst du vor einer morschen Hängebrücke die über eine metertiefe Schlucht führt, dann höre um Himmels Willen auf deine Angst! Aber sitzt du heute morgen mit einer Tasse Kaffee vor deinem Computer oder Handy und willst deiner Angst vor dem Terror in einer Hasstirade auf alles Fremde Luft machen, dann ist sie ein verdammt schlechter Ratgeber.

Es ist niemals eine Nationalität oder Religion, die Verbrechen begeht…

So ähnlich beendete Kathi von Ketch´em Bunnies schon damals ihren Post über den Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris. „…es sind Menschen. Querschläger, Fanatisten, Terroristen.“
Flüchtlinge sind ein Querschnitt der Gesellschaft. Dass nicht nur gute Menschen mit lauteren Absichten nach Deutschland kommen kann keiner leugnen. Aber ebenfalls nicht zu leugnen ist dass der Terror auch ohne die Flüchtlinge nach Deutschland kommen würde. Nicht im Schlauchboot übers Mittelmeer sondern auf allen möglichen anderen Wegen. Dagegen sind wir machtlos.
Aber eins können wir tun: Nicht mitmachen. Nicht aufhören Gutes zu tun, zu Helfen. Nicht die im Stich lassen die unsere Hilfe brauchen nur weil mit ihrer Religion und Nationalität Hass geschürt wird. Vorsichtig bleiben, ABER uns nicht von der Angst leiten lassen. Und unser Möglichstes tun um guten Menschen zu helfen Gutes zu tun – so verändert sich die Welt.

There’s always gonna be stupid people and accidents, but that’s not what defeats you; it’s the fear. But this is the way the world changes: good people raising their babies right.” – Grey´s Anatomy 

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